Teambildung im stationären Einzelhandel: Wenn aus Mitarbeitern eine starke Truppe wird!

Laut einer Studie ist das Betriebsklima für Arbeitnehmer das wichtigste in ihrem Job. Ein positives Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten liegt damit sogar noch vor dem Wunsch nach einer leistungsgerechten Bezahlung.

Doch oft sieht die Realität in den Unternehmen anders aus. Die eigenen Mitarbeiter reden nicht miteinander, sondern übereinander – und zu häufig arbeitet doch jeder am Ende nur für sich.

Die Unzufriedenheit der Mitarbeiter ist greifbar. Oft geht es nur noch darum, die Zeit abzusitzen, wie solche gern verwendeten Sätze belegen: „Hauptsache, ich bekomme am Ende des Monates mein Geld. Wenn ich was Besseres finde, bin ich eh weg“.

Ist die Stimmung im Team angeschlagen, dann ist der Kunde oft der Leidtragende. Er, der eigentlich nach seinem Einkaufserlebnis glücklich und zufrieden das Geschäft verlassen wollte. Stattdessen verderben ihm Streitereien des Verkaufspersonals die gute (Einkaufs-)Laune.

Wie lässt sich das verhindern? Wie ist es möglich, ein Team zusammenzuführen, das freundlich, motiviert und zielorientiert miteinander arbeiten kann – auch wenn es hier und da Spannungen gibt?

Um unterschiedliche Persönlichkeiten zu einem funktionierenden Team – beispielsweise in einer Abteilung – zusammenzuführen, motivieren und unterstützen zu können, benötigen Führungskräfte und Abteilungsleiter eine hohe fachliche, persönliche und soziale Kompetenz.

Die Mitarbeiter selbst (Verkäufer) benötigen im ersten Schritt erst einmal Vertrauen zu ihren Vorgesetzten und Kollegen.

Denn die Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Team sind:

  • gegenseitiges Vertrauen
  • klare Strukturen
  • professionelle und positive Kommunikation untereinander
  • Engagement des Einzelnen
  • gutes Zeitmanagement
  • ein gemeinsames Ziel

Teambildung setzt dann an, wenn einer dieser Punkte nicht gegeben sind. Natürlich kann eine Teambildung auch im Vorfeld als präventive Maßnahme eingeführt werden!

Grundsätzlich gibt es verschiedene Stufen und Herangehensweisen für die Arbeit an und mit erfolgreichen Teams:

  1. Teambildung (Aufbau von Teams in der Anfangsphase, kurzfristige Lösung bei Problemen im Team)
  1. Teamentwicklung (regelmäßiger und laufender Prozess zur Leistungsoptimierung)
  1. Teamcoaching (Lösungen bei Störungen, Problemen und Konflikten im Laufe der Zusammenarbeit)
  1. Teamleitung (Teamentwicklung mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern)

Ziel für das Unternehmen ist es, mit einer Teambildung … 

  • … das Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter sowohl untereinander als auch gegenüber Vorgesetzten und Führungskräften zu stärken. 
  • … die Motivation im Team zu verbessern und die Mitarbeiter produktiver und leistungsfähiger zu machen. 
  • … Strategien zu vermitteln und Lösungen zu erarbeiten, mit denen sich Teamarbeit effizienter und produktiver gestalten lässt. 
  • … anbahnende oder bestehende Konflikte im Team oder in einer Gruppe zu lösen. 
  • … die Stimmung und Atmosphäre im Team zu verbessern und so die Motivation jeden einzelnen zu stärken, um somit die Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden. 
  • … die Leistung jedes Mitarbeiters im Team zu steigern und demnach die persönlichen Entwicklungschancen zu vergrößern. 
  • Feedbackregeln im Team zu etablieren, um sich anbahnenden Konflikten im Team entgegenzuwirken. 
  • Arbeitsabläufe im Team zu erarbeiten und zu festigen.

 Fazit:

Eine Teambildungsmaßnahme ist immer ein langfristiger Prozess, von dem am Ende alle Beteiligten profitieren werden:

– Mitarbeiter fühlen sich wahrgenommen und verstanden. Sie sind daher motivierter und arbeiten zielorientierter.

– Kunden kaufen mehr, da die Mitarbeiter motiviert und mit einer positiven Einstellung in das Verkaufsgespräch hineingehen. 

– Unternehmen haben eine niedrigere Fluktuation und höhere Umsätze durch die Zufriedenheit der Kunden. Sie sparen somit Zeit und Geld!